Schützende Airbags hat heute jedes Auto, obwohl man sie eher selten benötigt. Ähnlich ist es beim Korrosionsschutz für Betonstahl. Auch er ist oft unnötig, denn durch die hohe Alkalität des Betons wird der Stahl normalerweise passiviert und damit geschützt. Unter ungünstigen Bedingungen kann jedoch dieser Schutz verloren gehen - der Betonstahl korrodiert und es entstehen schleichend nur schwer oder gar nicht sanierbare Bauschäden. Bei belasteten oder repräsentativen Sichtbetonkonstruktionen sollte man deshalb Betonstahl zusätzlich schützen.
Fehlstellen im Beton durch Risse, Fugen, Kiesnester oder fehlerhafte Betonüberdeckung sind typische Ursachen für Betonkorrosion. Weitere Ursachen sind die Versauerung des Betons durch das Kohlendioxid der Luft und saure Substanzen (Karbonatisierung) und natürlich das Einwirken von Chloriden durch Tausalzbelastung oder Meeresatmosphäre.

Die Sanierung von Betonkorrosionsschäden ist aufwändig oder sogar technisch nicht immer einwandfrei durchführbar. Betonkorrosion sollte deshalb vermieden werden.
Korrosionsschutz für Betonstahl empfiehlt sich an stark belasteten Bauwerken wie
- Verkehrsbauten, z.B. Brücken, die regelmäßig Tausalzen ausgesetzt sind
- Bauten in maritimer Atmosphäre
- dünnwandige Konstruktionen, die ein hohes Risiko zu geringer Betonüberdeckung tragen
- repräsentative Sichtbetonkonstruktionen, z.B. Weißbetonfassanden.
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