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Feuerverzinker unter starkem Kostendruck



Zink- und Energiepreise auf Höchstniveau

 

Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Zinkpreis nahezu verdoppelt. War eine Tonne Zink im September 2003 noch für rund 800 US-$ zu haben, so überschritt die Börsennotierung für das silbrige Metall im Oktober 2005 mühelos die 1.500 US-$-Marke. Der Zinkpreis auf Rekordniveau setzt die Feuerverzinkungsindustrie kostenmäßig unter starken Druck, denn das Metall Zink ist je nach Produkt für mehr als 30% an den Gesamtkosten gut und damit der größte Kostenfaktor beim Feuerverzinken. Mehr als 1,3 Mill. Tonnen Stahl werden nach dem Verfahren des Stückverzinkens pro Jahr vor Korrosion geschützt. Dies entspricht einer Fläche von mehr als 50 Millionen Quadratmetern. In der Vergangenheit trug ein schwacher Dollarkurs dazu bei Preisausschläge beim auf Dollarbasis gehandelten Zink abzuschwächen. Bei einem rückläufigem Wechselkurs von 1,20 US-$ pro EUR kann auf derartige Effekte zukünftig nicht mehr gehofft werden. Fachleute gehen davon aus, dass die hohen Zinkpreise auf dem Weltmarkt bis auf weiteres Bestand haben oder sogar weiter steigen werden.

 

Neben den Zinkpreisen ist die Preisentwicklung im Energiesektor in zweifacher Hinsicht ein weiterer Kostentreiber für die Feuerverzinker. Einerseits macht das hohe Preisniveau für Erdöl, Erdgas und elektrischen Strom in Kombination mit der Ökosteuer der energieintensiven Branche im Produktionsbereich schwer zu schaffen, andererseits verteuert sich hierdurch auch die Zusatzleistung Fracht erheblich, denn beim Feuerverzinken wird der Korrosionsschutz im Werk unter optimierten und umweltfreundlichen Bedingungen und nicht auf der Baustelle durchgeführt. Energie- und Frachtkosten haben einen Anteil von knapp 20% an den Gesamtkosten einer Verzinkerei.

 

Die Mehrheit der Feuerverzinkereien hat aufgrund der unbefriedigenden, wirtschaftlichen Situation der letzten Jahre sämtliche Rationalisierungspotentiale ausgeschöpft und kann Kostensteigerungen intern nicht mehr auffangen. Für die meisten Betriebe wird es daher unumgänglich sein, die Kostensteigerungen durch das Zink und die Energie an den Markt weiterzugeben. Viele Feuerverzinkereien haben mit der Einführung eines variablen Metall-Teuerungszuschlages, der an die Entwicklung des Metallpreises angepasst wird, bereits reagiert. Dieses gibt sowohl Auftraggebern als auch Auftragnehmern die Möglichkeit, durch nachprüfbare Zu- und Abschläge auf Entwicklungen des Metallmarktes zu reagieren, die sie selbst nicht zu vertreten haben.

 

Grafik:

Die Zinkpreise haben sich innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt.

(Quelle: Industrieverband Feuerverzinken e.V., Düsseldorf)

 

Backgrounder:

Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. vertritt mit seinen 108 Mitgliedern rund 75% des deutschen Feuerverzinkungsmarktes. Im Jahr 2004 wurden von der Branche in Deutschland mehr als 1,3 Mio. t Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u.a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com

 


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