
Stahlsteg mit Aussichtsplattform
Dicht oberhalb der gleichnamigen Stadt liegt die 1272 erbaute Burg Grebenstein. Die Burg verfiel im 18ten Jahrhundert und besteht heute aus einem zum Himmel offenen 37m langen und 12m breiten Mauergeviert.
Im Zuge der Mauerwerkssanierung wurde eine Treppenanlage mit Aussichtsplattform integriert, um die Erlebbarkeit des historischen Zeitdokumentes zu steigern und zugleich ein attraktives Ausflugsziel zu schaffen. Mit der Bauaufgabe wurde von Meinrad Ladleif, Ladleif Architekten, Kassel betraut.
Die Treppenanlage aus Stahl läuft entlang der Innenwände, vorbei an historischen Fenstern und Sitznischen, wodurch bisher unerreichbare Elemente des Gemäuers wieder erlebbar werden. Sie stellt ein architektonisch eigenständiges Element dar und hat nur an konstruktiv notwendigen Punkten Kontakt mit dem alten Gemäuer. Schmale Träger und Wangen gleicher Bauhöhe bewirken, dass die Treppe als optisch leicht und zurückhaltend wirkende Konstruktion im Innenraum hinaufführt. Der Innenraum wird durch die mit den Mauerrücksprüngen sich nach oben versetzenden Laufroste optisch wenig eingeschränkt. Die gesamte Treppenanlage wurde feuerverzinkt und anschließend mit Eisenglimmer dunkelanthrazit beschichtet. Hierdurch wird eine maximale Korrosionsschutzdauer erreicht.
- Glinde -
Architekt und Fotos: Meinrad Ladleif, Ladleif Architekten, Kassel





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