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Innovation im Nutzfahrzeugbau
"Rostige LKW-Auflieger sind zunehmend ein Bild der Vergangenheit. Durch die Feuerverzinkung als Korrosionsschutz erhielt die Nutzfahrzeugbranche einen enormen Innovationsschub", erklärte Ulrich Henssler, Vorsitzender des Industrieverbandes Feuerverzinken. Korrosion war jahrelang ein nicht zu leugnendes Problem an Nutzfahrzeugen. Schnee, Regen, Tausalze und Steinschlag als permanente Belastungsfaktoren hinterließen bereits nach wenigen Jahren deutliche Spuren an den LKW-Aufliegern. Die robuste Feuerverzinkung bot sich als wirkungsvolle Alternative an, stellte jedoch die Fahrzeugkonstrukteure vor eine anspruchsvolle Aufgabe.
Zwar hatte sich die Feuerverzinkung als Korrosionsschutz für PKW-Anhänger seit Jahrzehnten bewährt, doch galt lange das Verzinken von LKW-Aufliegern als technisch problematisch. Vor rund drei Jahren zeigte Schmitz Cargobull, Marktführer für LKW-Auflieger, durch radikale Konstruktionsänderungen, dass es doch geht und sorgte mit einem feuerverzinkten Chassis für eine Revolution und einen Paradigmenwechsel in der Branche. Zahlreiche weitere Hersteller von LKW-Aufliegern wie Fliegl, Orten, Schwarzmüller, Sommer und Wecon folgten und stellten ihre Produktion ebenfalls auf den Korrosionsschutz mit Zink um.
Dabei hat das Feuerverzinken von Nutzfahrzeugen nur theoretische Gemeinsamkeiten mit den verzinkten Karosserien von PKW. Während für Personenfahrzeuge die Stahlbleche direkt nach dem Walzen im Durchlaufverfahren kontinuierlich verzinkt werden und erst danach zu einer Tür oder einem Kotflügel gepresst werden, ist das Stückverzinken ein Verfahren, bei dem massive Stahlträgerkonstruktionen komplett in ein bis zu 17m langes Zinkbad getaucht werden. Hierzu ist eine durchdachte Konstruktion notwendig, damit die 450ºC heiße Zinkschmelze sämtliche Stahloberflächen erreicht und kein Verzug entsteht. Das Ergebnis ist eine drei bis viermal dickere Zinkschicht als bei kontinuierlich verzinkten Blechen für PKW, die für viele Jahre auch unter härtesten Anforderungen schützt und auch keiner zusätzlichen Farblackierung bedarf. "Die Stückverzinkung bietet damit einen optimalen und wirtschaftlichen Schutz für ein raues LKW-Leben und erlaubt den Auflieger-Herstellern Garantieleistungen von bis zu 15 Jahren", bestätigt Ulrich Henssler.
Backgrounder:
Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. vertritt mit seinen 108 Mitgliedern rund 75% des deutschen Feuerverzinkungsmarktes. Im Jahr 2004 wurden in Deutschland mehr als 1,2 Mio. t Stahl stückverzinkt. 




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