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„KissSalis-Therme“ setzen auf Duplex-System



Badelandschaft aus Stahl und Glas

 

In Bad Kissingen kurten bereits Kaiser, Könige und auch Kanzler. Am Westring des Kurortes entstand eine Heilbadelandschaft mit dem Namen „KissSalis“.

 

Insgesamt entstanden ca. 1000 m² Wasserfläche auf ca.1700 m² Badehallen-Grundfläche. Ein Innenbecken samt zwei Sprudelbecken ist mit einem großzügigen Außenbecken verbunden. Ein zweites Außenbecken besitzt ebenfalls eigene Zugänge vom Halleninneren her. Zum Wechselbaden stehen Warm- und Kaltbecken zur Wahl; zudem gibt es ein Kinderbecken. Eine Fitness-Arena, ein Dampfbad- und Saunabereich sowie Therapiezonen und Solebecken sind ebenso vorhanden wie ein Gastronomie- und Ladenbereich.

 

er Baukörper, ein Zylinder mit einem Durchmesser von ca. 90 m, ist überlagert mit einer Wellenlinie aus gegenläufigen Kreisbogen-Abschnitten. Eine Dachplatte „schwebt“ auf zwölf sie überragenden Stützen, deren Köpfe u.a. in fünf Lichtkeqeln und in einem Lichtdom gipfeln. Ein Dachrandträqer säumt die gewellte Glasfassade, die von einem filigranen Fachwerkträqer versteift wird.

 

Die Dachplatte ist ein stählernes Dreieck-Netz im 5 m-Raster. Die durchweg zylindrischen Beton-Stützen sind allesamt in der Gründungsplatte verankert. 11 kleinere, sich verjüngende Stützen mit einer Höhe von ca. 15m gipfeln direkt im Neoprene-Kissen (als verschiebliche Auflager) und unterfangen aus Grobblech geschweißte Stahlsterne, deren je sechs Arme sich ins Tragwerk der Dachplatte fortsetzen. Fünf kleinere, verglaste Lichtkegel überfangen die Stahlsterne. Die 12. zentrale Stütze inmitten des Innenbeckens mit einer Gesamthöhe von 15,5 m verlängert sich in einen 11,4 m hohen „Mast“ für den großen Lichtdom. Ein Dachrandträger verschraubt zu 280 m Gesamtlänge, umfängt die am Rand vor- und zurück-„springende“, „wogende“ Dachplatte. Vom Dachrand-Polygonalträger kragen „Schwerter“ aus, die Blendschutz-Lamellen tragen.

 

Zum wirtschaftlichen, weil langlebigen Schutz vor Korrosion wurden alle genannten Stahlteile als Duplex-Systeme ausgeführt, d.h. feuerverzinkt und anschließend beschichtet. Duplex-Systeme haben sich als Schutzsysteme für Bäder bewährt, da hier starke mikroklimatische Belastungen durch Befeuchtung sowie zumeist chemische Zusatzbelastungen durch Chlorverbindungen und erhöhte Temperaturen auftreten. Duplex-Systeme sind mittlerweile ein gängiger Standard bei derartigen Anwendungen.

-Idelberger-

 

Abbildung 1: Duplex-Systeme sind als Korrosionsschutz für Schwimmbäder mittlerweile ein gängiger Standard.

 

Abbildung 2:. Ein duplexbeschichteter Dachrandträqer säumt die gewellte Glasfassade der Badelandschaft.

 


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