Presse
Nachhaltigkeit
Zuverlässigkeit
Natürlichkeit
Kurzinfo
Fachinfo
Online-Seminar
Verzinkter Betonstahl
Galerie
Videos Feuerverzinken
Film der Woche
Verzinkereien
Wir über uns
Links
Downloads
Zeitschrift
Zinkpreis
-------
------
Kontakt
Login
------
Office 2015






Fotos: 3L-Architekten, Menden

Bürovision für den Mittelstand

 

Die forschungs- und entwicklungserfahrenen 3L-Architekten aus Menden (Sauerland) haben ein gefördertes Forschungsprojekt zur Entwicklung wirtschaftlicher Bauweisen für mittelgroße Verwaltungsgebäude auf Stahlbasis durchgeführt. Es handelte sich hierbei um den Neubau des eigenen Büros namens „Office 2015“.

 

Ziel der Architekten war die Entwicklung eines innovativen Bürotyps, der auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden kann. Zwar entstand in den letzten zehn Jahren ein Bürotyp, der positive Aspekte des Großraumbüros mit den Vorteilen des Zellenbüros kombiniert. Um jedoch ein Maximum an Variabilität und Flexibilität zu gewährleisten, lösten sich die Planer des „Office 2015“ von derartigen tradierten Typologien.

 

Der Lösungsweg der 3L-Architekten war konstruktiv orientiert: Durch die Einführung eines offenen Tragsystems entstand ein Raum, der Optionen für unterschiedliche Nutzungen bietet. Das von 3L entwickelte Stahl-Stecksystem ermöglicht additives Bauen. So kann das Raumangebot an die aktuellen Bedürfnisse der Nutzer während der gesamten Lebensdauer des Gebäudes angepasst werden.

 

In Deutschland werden heute nach statistischen Auswertungen überwiegend Verwaltungsgebäude mit Nutzflächen unter 2.000 m2 Fläche gebaut. Diese mittelgroßen Gebäude werden häufig unter dem Zwang der Wirtschaftlichkeit ohne gestalterische Ansprüche verwirklicht. Zudem verkürzen sich die Nutzungszeiten durch Veränderungen in den Organisationsformen der Unternehmen, bedingt durch extensives Wachstum oder kürzere Bestandszeiten.

 

Auf Basis eines Baukastensystems, bestehend aus warmgewalzten Stahlträgern, kaltgeformten C-Profilen und liniengefügten Strangprofilen, entwickelten die 3L-Architekten ein Konzept, das variabel und flexibel ist und in seiner technischen und gestalterischen Umsetzung eindrucksvoll Vorteile und Möglichkeiten der Stahl-Rahmenbauweise dokumentiert. Interessant ist vor allem die Trennung der Funktionen „Lastabtragung“, „Klimahülle“ und Raumabtrennung“. Raumtrennungen innerhalb eines Gebäudes und die Abgrenzung gegen die Außenluft sollen nutzungsorientiert und nicht an einem aus statisch-wirtschaftlichen Gesichtspunkten heraus entwickelten Achsraster ausgerichtet werden.

 

Das neue, barrierefreie gestaltete Office mit einer Fläche von 1080 m2 bietet zur Zeit Raum für ein Netzwerk mit 30 Workstations, eine Architektur- und Designmodellwerkstatt sowie einen multimediafähigen Seminar- und Konferenzbereich. Zusätzlich beinhaltet es eine Bibliothek und ein Archiv, eine Cafeteria und Sozialräume ebenso wie eine Dachterrasse.

 

Der technisch-konstruktive Eindruck des Gebäudes ist von den Planern gewollt und wurde in den unterschiedlichen Realisierungsphasen von Beginn der Projektentwicklung an konsequent verfolgt. Bereits im Vorentwurfsstadium wurden das Stahl-Rahmensystem mit einem Achsmaß von 5 m und das damit verbundene Ausbauraster von 1,25 m festgelegt und damit grundsätzliche gestalterische Parameter etabliert. Die Form folgt dem Flächenraster, was zu einer Ästhetisierung industrieller Bautechniken führt. Die Materialwahl, die sichtbaren Details der Verbindungstechnik und der technische Ausbau verdeutlichen die Ausrichtung auf das Prinzip „Konstruktion“, das hier bestimmend und ordnend wirkt.

 

Die sichtbare Konstruktion ist ein Gesamtbild aus logisch gefügten Einzelteilen. Es entsteht für den Betrachter der beabsichtigte Eindruck der Ablesbarkeit der Bauteile und ihrer Funktionen und damit verbunden eine rational geprägte Architektur. Als Korrosionsschutz und Oberflächenveredlung der konstruktiven Bauteile wurde eine Feuerverzinkung verwendet, die metallisch authentisch wirkt und damit den „workshop“-Charakter des Innenraums maßgeblich unterstreicht. Es ist das erklärte Ziel der Planer, durch diese Art der Gestaltung Veränderungen nicht nur zuzulassen, sondern sogar zu unterstützen. Es handelt sich nicht um statische, sondern um dynamische Nutzungsangebote mit Anpassungspotenzial.

 

Das Gebäude ist flexibel und nach Südwesten problemlos erweiterbar. Es muss nur die vorhandene, selbsttragende Glasfassade demontiert, das Stahl-Rahmensystem in diese Richtung erweitert und anschließend dieselbe Fassade wieder montiert werden.

 

Nach Büroschluss wird das Gebäude auch als Ort für Theater- und Kulturveranstaltungen genutzt – im Sinne eines nachhaltigen Immobilienmanagements eine zukunftsweisende Strategie.

-Glinde-

 

Fotos: 3L-Architekten, Menden


Download Pressetext

PD_3-2005.doc   24 K

Download Abbildung

PD_3-2005-1.jpg   411 K
PD_3-2005-2.jpg   581 K
PD_3-2005-3.jpg   854 K
PD_3-2005-4.jpg   712 K

Aktuelle News

Ausschreibungstexte
einfach downloaden (Stand 11/2009)

Broschüren zum Feuerverzinken und zu Duplex-Systemen
kostenlos anfordern

Neu! Video-Podcasts zum Feuerverzinken
Verfahren - Anwen-
dungen - Nachhaltigkeit


Neu! Leitfaden "Feuerverzinken und Nachhaltiges Bauen"


Termine

28./29. Oktober 2010
"Feuerverzinken 2010" in München

7./8. Oktober 2010
Institut Feuerverzinken beim Deutschen Stahlbautag

9. September 2010
"Zukunftswerkstatt Bauen", Berlin

SitemapFAQHomeImpressumSuche