Bauhaus re-use - Feuerverzinkter Stahl verbindet alte Bauhaus-Fenster

Re-duce, Re-use und Re-cycle sind die beherrschenden Schlagworte der internationalen Nachhaltigkeitsdiskussion zum Thema Bauen.

Abb.: Bauhaus Re-use besteht unter anderem aus wiederverwendeten raumhohen Original-Fenster-Elementen aus dem Bauhaus in Dessau. Feuerverzinkter Stahl verbindet die Original-Bauhaus-Fenster mit den Seecontainern zu einem Gebäude.

Der Dreiklang aus der Verringerung des Abfallvolumens durch Abfallvermeidung (Re-duce), einer möglichst direkten Weiterverwendung (Re-use) und der materiellen Umformung durch Recycling stellt aus Expertensicht den Königsweg dar. Ein Pilot-Beispiel für die Weiterverwendung gebrauchter Bauelemente ist der Bauhaus Re-use Pavillon.

Das mobile, temporäre Gebäude steht auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin. Der Pavillon besteht aus wiederverwendeten raumhohen Original-Fenster-Elementen aus dem Bauhaus in Dessau sowie aus zwei recycelten Seecontainern und wird in einem zweiten Bauabschnitt modular erweitert. Eine feuerverzinkte Stahlkonstruktion verbindet die Bauhaus-Fenster und die Container zu einem prototypischen Gebäude der Wiederverwendungsbauweise. Es soll als temporärer Gemeinschafts-Pavillon für die Pionier-Projekte „Lernort Natur“ und „M.I.N.T. Grünes Klassenzimmer“ dienen. Die Pionier-Projekte sind Teil eines städtebaulichen Pilotverfahrens zur Entwicklung des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Für Kinder und Jugendliche entsteht hier ein transparentes Klassenzimmer zum Experimentieren und Lernen mit der Natur.

Neben der Nutzung als Unterrichtsraum und Natur-Labor ist der Pavillon auch ein Lernobjekt für die Auseinandersetzung mit Recycling-Bau, Baukultur und einfachem nachhaltigen Bauen. Der Pavillon ist ein wiederverwendbarer Bausatz und wird durch weitere Fensterelemente erweitert werden. Zur Energieversorgung wird der Pavillon mit Fotovoltaik und Solarthermie ausgestattet und Teil des entstehenden Smart-Grid auf dem ehemaligen Flughafengelände werden. Alle Bauteile, selbst die Fundamente, sind vollkommen demontierbar und auch vorbildlich recyclebar. Die langlebige und robuste Feuerverzinkung stellt auch bei diesem Projekt ihre hervorragenden Nachhaltigkeitseigenschaften unter Beweis. Die Konzeption und Realisierung von Bauhaus Re-use erfolgte durch die zukunftsgeraeusche GbR in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin.

Konzeption | www.zukunftsgeraeusche.de
Fotos | www.zukunftsgeraeusche.de

 

Backgrounder
Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten die deutsche Stückverzinkungsindustrie. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland ca. 2,0 Mio. Tonnen Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u. a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com

 

 

 

 

 

 

 

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