Innovation zum anfassen: Feuerverzinkte Stahl- und Verbundbrücken auf dem Innovationstag Mittelstand des BMWi in Berlin

Mit einer Leistungsschau "im Grünen" präsentierten sich am 11. Juni 2015 rund 300 Aussteller unterschiedlichster Branchen auf dem 22. Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin. Die Stahlindustrie und die Verzinkungsindustrie stellten ihre innovativen Forschungsergebnisse zum Einsatz der Feuerverzinkung im Stahl- und Verbundbrückenbau mit Hilfe von Großexponaten und umfangreichem Informationsmaterial aus. Auf diesem Weg konnten den Besuchern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Vorzüge dieser nachhaltigen Bauweise praxisnah verdeutlicht werden.

Abb. 1: Ausstellungsstand des mit dem Otto-von-Guericke-Preis-2014 ausgezeichneten IGF-Forschungsprojektes „Feuerverzinken im Brückenbau“
  • Abb. 2: Staatssekretär Machnig (rechts) lässt sich die Vorteile der Bauweise von Mark Huckshold (GAV), Dr. Hans-Joachim Wieland (FOSTA) und Prof. Dieter Ungermann (TU Dortmund) erklären.
  • Abb. 3: MdB Kerstin Radomski (2.v.r.) besucht den Informationsstand zum Einsatz feuerverzinkter Produkte im Brückenbau.
  • Abb. 4: Staatssekretär Machnig (2.v.l.) gratuliert den anwesenden Vertretern aus Forschung und Industrie zu ihrem Projekterfolg und der erfolgreichen Umsetzung in der Praxis.

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, diskutierte mit den Forschern und Industrievertretern über den Einsatz von feuerverzinkten Stahl- und Verbundbrücken als Lösung der aktuellen Herausforderungen im Brückenbau. Er zeigte sich beeindruckt von den wirtschaftlichen Vorzügen dieser Bauweise. Es wurde deutlich, dass die verzinkte Ausführung von Brücken bereits bei den Erstkosten wirtschaftlicher als herkömmliche Beschichtungen ist. Die Lebenszykluskosten dieser Bauwerke können zusätzlich um 10 Prozent gesenkt werden sowie die externen Kosten, die z.B. durch Staus aufgrund von Wartungsarbeiten unter Betrieb der Brücke entstehen, um 20 Prozent reduziert werden können. Im Vergleich zu konventionellen Brückenbauweisen, kann durch den Einsatz der Feuerverzinkung zusätzlich eine Einsparung von 20 Prozent bei den CO2-Emissionen erreicht werden.

Die präsentierten Forschungsvorhaben wurden über die AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Neben dem Staatssekretär informierten sich zusätzlich eine Vielzahl weiterer Mitglieder des Bundestages über die Eigenschaften von feuerverzinkten Stahl- und Verbundbrücken. Die Bauweise zeigte sich dabei als positiver Lösungsansatz für eine Vielzahl der an deutschen Bundesautobahnen, Landstraßen und kommunalen Straßen stehenden 120.000 Brückenbauwerke, von denen ein Großteil kurz- bis mittelfristig renovierungsbedürftig ist. Die Ausstellung wurde gemeinschaftlich durch die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) und den Gemeinschaftsausschuss Verzinken e.V. (GAV) ausgerichtet.

 

Backgrounder
Der Gemeinschaftsausschuss Verzinken e.V. (GAV) ist die Forschungsvereinigung der deutschen Feuerverzinkungsindustrie. Er organisiert die produkt-, verfahrens- und anwendungstechnische Gemeinschaftsforschung zum Feuerverzinken und ist eine nahezu 100 prozentige Tochter des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V.

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