Ortstermin an der A44: Deutschlands erste feuerverzinkte Stahl-Verbundbrücke fertiggestellt

Dr. Gero Marzahn, Technischer Regierungsdirektor und Deutschlands oberster Brückenbauverantwortlicher im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sprach bei seiner Eröffnungsrede von einer "Initialzündung" für den Brückenbau und damit allen Anwesenden aus dem Herzen.

Abb. 1: Ortstermin an der A44: Politikvertreter und Projektbeteiligte aus Wissenschaft, Stahl- und Feuerverzinkungsindustrie, Bauplanung und -ausführung begutachteten die erste fertiggestellte feuerverzinkte Stahl-Verbund-Brücke in Deutschland

Mehr als 30 Projektbeteiligte aus Politik, Wissenschaft, Stahl- und Feuerverzinkungsindustrie, Bauplanung und -ausführung folgten der Einladung der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) zu einem gemeinsamen Ortstermin um am 20. September 2016 Deutschlands erste fertiggestellte feuerverzinkte Stahl-Verbund-Brücke zu begutachten.

Vom Forschungsvorhaben zum Pilotprojekt

Die Brücke an der A44 ist ein Pilotprojekt in das aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen eingeflossen sind, die belegen, dass die Feuerverzinkung auch für den Einsatz an zyklisch belasteten Brückenbauteilen geeignet ist und eine Korrosionsschutzdauer von 100 Jahren ohne Wartung erreichen kann. Für Brückenbauwerke wird in der Regel eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren gefordert. Werden Stahl- und Verbundbrücken durch Beschichten vor Korrosion geschützt, dann ist die Beschichtung erfahrungsgemäß nach rund 25-30 Jahren zu erneuern. Bezogen auf 100 Jahre sind neben einer Erstbeschichtung mehrmals Erneuerungsbeschichtungen erforderlich, die nicht nur hohe Kosten, sondern oft erhebliche Verkehrsstörungen in Verbindung mit zusätzlichen Umweltbelastungen verursachen.

Mark Huckshold, Geschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken, dankte in seiner Rede allen Projektbeteiligten, insbesondere Dr. Stefan Franz, als Verantwortlichen bei der DEGES, für das außergewöhnliche Engagement um dieses Pilotprojekt in die Praxis zu überführen und berichtete nicht ohne Stolz, dass sich derzeit bereits weitere feuerverzinkte Verbundbrücken in der Planung, Ausschreibung bzw. im Bau befinden. Das Feuerverzinken ist somit nicht nur dabei sich im Brückenbau zu etablieren, sondern auch hier zum Korrosionsschutz der ersten Wahl zu werden. Weitere Infos unter www.feuerverzinken.com/bruecken


Backgrounder

Der Industrieverband Feuerverzinken e.V. und seine Serviceorganisation, das Institut Feuerverzinken GmbH, vertreten die deutsche Stückverzinkungsindustrie. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland mehr als 1,8 Mio. Tonnen Stahl stückverzinkt. Wichtige Anwendungsbereiche des Korrosionsschutzes durch Feuerverzinken sind u. a. Architektur und Bauwesen sowie die Verkehrstechnik und der Fahrzeugbau. Weitere Informationen zum Feuerverzinken unter: www.feuerverzinken.com.



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