Brandschutz inklusive

Feuerverzinken verlängert die Feuerwiderstandsdauer von Stahl

Der Korrosionsschutz durch Feuerverzinken verbessert die Feuerwiderstandsdauer von Stahl. Dies ergab ein aktuelles Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Metallbau der Technischen Universität München. Hierdurch ergeben sich klare Vorteile für das Bauen mit Stahl:

  • R30 ist jetzt vielfach mit ungeschützten Stahlkonstruktionen möglich
  • Kostspielige passive Brandschutzlösungen können entfallen
  • Der Werkstoff Stahl wird im Wettbewerb mit Beton erheblich gestärkt

Fachberatung Brandschutz durch Feuerverzinken 0211/6907650



Kostensparend: R30 mit feuerverzinkten Stahlkonstruktionen erreichen

Nicht selten verfehlen Stahlkonstruktionen ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen eine geforderte Feuerwiderstandsklasse von R30 (früher F30), die im Brandfall für mindestens 30 Minuten eine funktionierende Tragfähigkeit fordert. Die Folge ist, dass kostspielige, passive Brandschutzmaßnahmen für Stahlbauteile wie Verkleidungen, Spritzputze oder Brandschutzbeschichtungen zum Einsatz kommen müssen. Durch eine im Werk aufgebrachte Feuerverzinkung können derartige Stahlkonstruktionen nun die geforderte Feuerwiderstandsklasse von R30 oftmals erreichen. Zusätzliche passive Brandschutzmaßnahmen sind nicht mehr erforderlich. Hierdurch wird deutlich kostengünstiger gebaut und störende Brandschutzmaßnahmen auf der Baustelle werden vermieden.


Das Forschungsprojekt

Ein umfangreiches Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Metallbau der TU München hat die Veränderung des Feuerwiderstands durch Feuerverzinken intensiv untersucht. Empirische Studien durch Brandversuche gehörten ebenso dazu wie komplexe Simulationen. Darauf aufbauend wurde ein Rechenmodell entwickelt, das die Quantifizierung und Berechnung dieser Verbesserung möglich macht.


Geringere Emissivität = Verzögerte Erwärmung

Die Verbesserung des Feuerwiderstands basiert auf einer verringerten Emissivität von feuerverzinkten Stählen. Emissivität ist ein Maß dafür, wie stark ein Material Wärmestrahlung mit seiner Umgebung austauscht. Gerade in der Anfangsphase eines Brandes führen verringerte Werte der Emissivität zu einer deutlich verzögerten Erwärmung der Bauteile und können insbesondere bei Bauteilen mit einer ausreichenden Massivität wesentlich dazu beitragen, einen geforderten Feuerwiderstand von R30 zu erreichen.

1 Die Emissivität von feuerverzinktem Baustahl (gemäß DIN EN ISO 1461 und einer Stahlzusammensetzung gemäß Kategorie A und B nach DIN EN ISO 14713-2) ist bei Temperaturen bis 500 °C um 50% geringer.

Beispiel: 3-stöckiges R30 Bürogebäude mit feuerverzinkter Verbunddeckenkonstruktion

Stützen:HEM 160, S355 (feuerverzinkt)
Hauptträger: HEB 280, S355 (feuerverzinkt)
Sekundärträger: HEB 240, S355 (feuerverzinkt) und IPE 240, S235 (feuerverzinkt)

3-stöckiges R30 Gebäude mit feuerverzinkter Verbunddeckenkonstruktion

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