DIE GEWINNER

h1Rückblick: VERZINKERPREIS 2023/h1

pZum 18. Mal hat der Industrieverband Feuerverzinken den mit 15.000 Euro dotierten Verzinkerpreis für Architektur und Metallgestaltung verliehen. Auch im Jahr 2023 wurden, der mehr als 30-jährigen Tradition des Preises folgend, herausragende Projekte ausgezeichnet, die den Beitrag von feuerverzinktem Stahl für die Baukultur und die Gestaltung unserer Lebenswelt unterstreichen.br / Die Mehrheit der 52 Einreichungen und vor allem die ausgezeichneten Projekte zeigen das breite Anwendungsspektrum von feuerverzinktem Stahl und die Relevanz des Feuerverzinkens unter dem immer wichtiger werdenden Postulat der Wiederverwendung und Nachhaltigkeit, aber auch seine ästhetische Bedeutung. Erstmal gab es auch Einreichungen, die das Feuerverzinken aufgrund seiner Brandschutzeigenschaften eingesetzt haben.br / Eine unabhängige Jury und dem Vorsitz von Prof. Mag. Carlo Baumschlager, Baumschlager Hutter Partners vergab in der Kategorie Architektur zwei erste und einen dritten Preis sowie zwei Anerkennungen und zwei Belobigungen. In der Kategorie Metallgestaltung wurden ein erster Preis, zwei Anerkennungen und eine Belobigung verliehen./p

h11. Preis Architektur: spanspanK.118 - Kopfbau Halle 118/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong K.118 - Kopfbau Halle 118br / strongPreisträger:/strong baubüro in situbr / strongKommentar der Jury:/strong Mit der Aufstockung einer bestehenden Lagerhalle, unter maximalem Einsatz von wiederverwendeten Bauteilen, hat das baubüro in situ ein zukunftsweisendes Projekt geschaffen, das höchste Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllt ohne Abstriche an den Architekturanspruch zu machen. K.118 zeigt, dass durch Wiederverwendung der CO2-Fußabdruck im Vergleich zu einem konventionellen Neubau um 60% verringert werden kann, aber auch die Herausforderung an die Planenden, weil der Planungsprozess sich umkehrt. Dies zeigt sich exemplarisch an der rund 22 Meter hohen und 28 Jahre alten feuerverzinkten Stahltreppe, die K.118 erschließt und vorher als Fluchttreppe an einem Bürogebäude diente. Durch die Wiederverwendung der Treppe wurden 22 t CO2 eingespart. Die Treppe ist zudem ein gutes Beispiel für die Umkehrung des Planungsprozesses, denn ihre Podeste haben die Geschosshöhen des Gebäudes bestimmt. K.118 zeigt wie nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen von morgen aussehen kann./p

Das Projekt K.118 - Kopfbau Halle 118 von baubüro in situ wurde mit einem der beiden ersten Preise in der Kategorie Architektur ausgezeichnet. (Foto: Martin Zeller)

h11. Preis Architektur: spanspanEingangsgebäude Freilichtmuseum Hagen/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Eingangsgebäude Freilichtmuseum Hagenbr / strongPreisträger:/strong Schnoklake Betz Dömer Architekten und rmt Metall Technik GmbHbr / strongKommentar der Jury:/strong Mit dem Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Hagen schaffen Schnoklake Betz Dömer Architekten eine perfekte Synthese aus der Historie des Ortes, einer nachhaltigen Bauweise und einer markanten, aber dennoch unaufdringlichen Architektur, die mit einem hohen handwerklichen Anspruch durch die rmt Metall Technik GmbH mit maßgenauer Perfektion umgesetzt wurde. Das neue Eingangsgebäude wird durch feuerverzinkte Oberflächen geprägt, die auf moderne Weise einen Bezug zum Museumsschwerpunkt Zinkverarbeitung herstellen. Die Oberflächen changieren zwischen matt, glänzend und spiegelnd und machen die sinnliche und konstruktive Qualität feuerverzinkter Bauteile erfahrbar, deren Einsatzbreite von tragenden Bauteilen über Fassaden-, Boden- und Deckenelementen bis hin zu Möbeloberflächen reicht. Die kreislauffähigen feuerverzinkten Bauteile sind zudem ein essentieller Bestandteil des Nachhaltigkeitskonzeptes, das zirkuläre mit nachwachsenden Materialien kombiniert, Geothermie und Photovoltaik zur Energiegewinnung einsetzt und durch die Architektur beispielsweise in Form großer Dachüberstände zur Verringerung des Energiebedarfs beiträgt. Ein würdiger 1. Preis, der die Jury beeindruckt hat./p

 

Für das Projekt Eingangsgebäude Freilichtmuseum Hagen erhielten Schnoklake Betz Dömer Architekten in Zusammenarbeit mit rmt Metall Technik GmbH einen der beiden ersten Preise in der Kategorie Architektur. (Foto: Caspar Sessler)

h13. Preis Architektur: spanspanAussichtsturm Vierte Wand/span/span/h1

pstrong3. Preis Architekturbr / Architekten/Designer:/strong Eldine Heep amp; Klemens Schillinger, Manfred Karlbr / strongProjekt:/strong Aussichtsturm Vierte Wandbr / strongKommentar der Jury:/strong Der Aussichtsturm „Vierte Wand von Heep amp; Schillinger besticht durch eine große Klarheit der Gestaltung und eine respektvolle Einbindung in die umgebende Natur aus. Er ist ein Ersatzbauwerk für einen in die Jahre gekommenen Aussichtsturm in Holzbauweise aus dem Jahr 1993. Der Name „Vierte Wand“ ist ein Begriff aus dem Theater und beschreibt die imaginäre Grenze zwischen Bühne und Publikum, deren Durchbrechung eine direkte Interaktion bedeutet. Der Aussichtsturm nutzt diese Dramaturgie als Spannungselement. Seine Treppe führt räumlich gestaffelt über eine mit Lärchenholzlamellen verkleidete feuerverzinkte Stahlstruktur serpentinenförmig nach oben. Dabei wird durch die Wand eine Seite der offenen Stahlkonstruktion verdeckt und der Blick auf den umliegenden Wald gelenkt, um dann oben angekommen ein atemberaubendes Panorama auf den Seekopf zu eröffnen./p

Der dritte Preis der Kategorie Architektur ging an Eldine Heep & Klemens Schillinger sowie Manfred Karl für das Projekt Aussichtsturm Vierte Wand. (Foto: Leonhard Hilzensauer)

h1Anerkennung Architektur: spanspanThe Terrace/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong The Terracebr / strongPreisträger:/strong AHM Architekten BDAbr / strongKommentar der Jury:/strong The Terrace befindet sich als Teil eines Ensembles aus vier Bürogebäuden an der Spree in Berlin-Charlottenburg. Mit seiner Formgebung und Höhe weckt der Acht-Geschosser Assoziationen an ein Kreuzfahrschiff. Seine umlaufend auskragenden Balkone, deren Brüstungen und Untersichten mit feuerverzinktem Stahlblech und Gitterrosten verkleidet sind, erzeugen im Wechsel mit zurückgesetzten raumhohen Verglasungen den Eindruck von übereinander schwebenden, terrassierten Ebenen. Feuerverzinkte Gitterroste als Umwehrungen prägen durch ihre materialspezifische Tiefe, Transparenz und Reflektionsfähigkeit das äußere Erscheinungsbild und kommen zusätzlich als Bodenbelag der Balkone und als Deckenbekleidung im Inneren zum Einsatz. Die Jury lobt den konsequenten Einsatz von feuerverzinkten Stahlelementen in Kombination mit Glas und Beton im gehobenen Bürobau./p

The Terrace von AHM Architekten BDA bekam in der Kategorie Architektur eine Anerkennung. (Foto: AHM Architekten)

h1Anerkennung Architektur: spanspanBüro mit silbernem Vorhang/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Büro mit silbernem Vorhangbr / strongPreisträger:/strong Büro Wagnerbr / strongKommentar der Jury:/strong Die Architekten von Büro Wagner machen mit der Umnutzung eines Kellers deutlich, dass Kellerräume ungenutzte Potenziale für die städtische Nachverdichtung besitzen. Über einen Luftraum wurde der Keller mit dem Erdgeschoss verbunden. Mittels Einbauten aus feuerverzinkten Stahlbauteilen und Gitterosten gelangt man in die neue Einheit. Für eine ausreichende Belichtung wurde das Fenster ins Untergeschoss erweitert. An dem als Büroraum genutzten Umbau beeindruckte die Jury zudem der Kanon der eingesetzten industriellen Materialien, beispielsweise Aluminiumdampfsperren und Luftpolsterfolien als Vorhänge, feuerverzinkte Gitterroste und feuerverzinkter Stahl für Einbauten und Möbel. Sie bekommen durch die Verarbeitung und Verwendung in einem ihnen fremdem Kontext eine neue Wertigkeit./p

: Büro Wagner erhielt für das Projekt Büro mit silbernem Vorhang eine Anerkennung in der Kategorie Architektur. (Foto: Kim Fohmann)

h1Belobigung Architektur: spanspanHalle für autonomes Fahren mit R30 Brandschutz durch Feuerverzinken/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Halle für autonomes Fahren mit R30 Brandschutz durch Feuerverzinkenbr / strongPreisträger:/strong Biedenkapp Stahlbau GmbHbr / strongKommentar der Jury:/strong Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz entstand eine Halle, die für Tests zum „autonomen Fahren“ genutzt wird. Die 300 Meter lange stützenfreie Halle musste auch R30-Brandschutzanforderungen erfüllen. Bezüglich der Brandschutzes zeigte eine durch Biedenkapp Stahlbau durchgeführte Kostenanalyse, dass der ausgewählte, durch Heißbemessung nachgewiesene R30 Brandschutz durch Feuerverzinken die geringsten Gesamtherstellungskosten für den Stahlbau verursachte. Das Projekt macht exemplarisch deutlich, dass durch Feuerverzinken dauerhafte, nachhaltige und auch wirtschaftliche Brandschutzlösungen in der Praxis möglich sind./p

Biedenkapp Stahlbau wurde für die Halle für autonomes Fahren mit R30-Brandschutz durch Feuerverzinken mit einer Belobigung in der Kategorie Architektur ausgezeichnet. (Foto: Henry M. Linder)

h1Belobigung Architektur: spanspanE-Bus-Port in Nürnberg/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong E-Bus-Port in Nürnbergbr / strongPreisträger:/strong VAG Verkehrsaktiengesellschaftbr / strongKommentar der Jury:/strong Elektrobusse können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn hierfür die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden. Wie dies gelingen kann, zeigt in vorbildlicher Weise die Nürnberger Verkehrsaktiengesellschaft. Rund die Hälfte ihrer Busse betreibt die Verkehrsaktiengesellschaft mittlerweile elektrisch und damit klimaneutral. Um ihre E-Busse mit Energie zu versorgen, wurde im Jahr 2021 ein Ladehafen in Betrieb genommen, der Platz für 39 Busse bietet. 210 Tonnen feuerverzinkter Stahl bilden die Dachkonstruktion der Abstellbereiche. Die Dachfläche ist extensiv begrünt und trägt eine PV-Anlag mit einer Spitzenleistung von 330 kWp. Zirkulärer feuerverzinkter Stahl erweist sich bei dem Projekt als wichtiger Enabler der Verkehrs- und Energiewende./p

Der E-Bus-Port der Nürnberger VAG Verkehrsaktiengesellschaft erhielt eine Belobigung in der Kategorie Architektur. (Foto: VAG – Claus Felix)

h11. Preis Metallgestaltung: spanspanWohnen im Steinbruch/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Wohnen im Steinbruchbr / strongPreisträger:/strong ssm Architektenbr / strongKommentar der Jury:/strong In einem stillgelegten Steinbruch in Feldbrunnen-St. Niklaus entstanden zwei Wohnkuben mit 5 Wohneinheiten. Die Gebäudehülle der Kuben wurde mit feuerverzinkten Stahlblechtafeln bekleidet, die Bezug zum Steinbruch nehmen. Durch unterschiedliche Plattengrößen und deren Anordnung wurden die durch den Felsabbau entstandenen Abbruchkantenmuster des Steinbruchs nachempfunden. Gleichzeitig erinnern die Plattenmuster an die Grundprinzipien der geometrischen Abstraktion von Künstlern wie Piet Mondrian oder Gerrit Rietveld. Durch die Auftragung einer speziell angefertigten Lasur auf Zinkfarbbasis durch einen regional bekannten Kunstschaffenden wurden die montierten, feuerverzinkten Fassadenplatten farblich an das im Steinbruch vorherrschende, leicht bräunliche Farbspektrum des Jurakalks angepasst. Die Jury war nachhaltig vom Fassadenkonzept der Kuben begeistert, das die Muster und Farben des Steinbruchs zitiert, aber diese gestalterisch mittels einer metallischen Fassaden umsetzt./p

In der Kategorie Metallgestaltung ging der 1. Preis an das Projekt Wohnen im Steinbruch von ssm Architekten. (Foto: ssm Architekten)

h1Anerkennung Metallgestaltung: spanspanspanLichtskulptur Breathe!/span/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Lichtskulptur Breathe!br / strongPreisträger/strong: MAP-Eventdesign Markus Hoferbr / strongKommentar der Jury:/strong Die Lichtskulptur Breathe! zeigt einen Menschen in kniender, meditativer Pose und will dem Betrachter ins Bewusstsein rufen, durch den Atem wieder zu sich zu kommen. Die 6 Meter hohe, transportable Skulptur besteht aus einem feuerverzinkten Stahlskelett, das mit einer Fiberglas-Epoxid Schicht ummantelt und mit einem lichtdurchlässigen Weißlack lackiert wurde. Die Atmung wird in sieben aufeinander folgenden, 12 Sekunden langen Zyklen durch Illumination simuliert. Der dreiteilige Atemzyklus aus Einatmen, Anhalten und Ausatmen wird akustisch durch Atemgeräusche untermalt. Die Jury lobte die Idee und Umsetzung der Skulptur, die in unserer schnelllebigen Zeit einen Anstoß zum Innehalten gibt./p

Die Lichtskulptur Breathe! von MAP-Eventdesign Markus Hofer erhielt in der Kategorie Metallgestaltung eine Anerkennung. (Foto: MAP-Eventdesign Markus Hofer)

h1Anerkennung Metallgestaltung: spanspanspanSpore Initiative/span/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Spore Initiativebr / strongEinreicher:/strong AFF Architekten GmbHbr / strongKommentar der Jury/strong: Die im Jahr 2020 gegründete „Spore Initiative“, ist eine gemeinnützige Stiftung mit vielfältigen Kultur- und Lernprogrammen zur biokulturellen Vielfalt und befindet sich in einem kubischen Gebäude, das in Betonbauweise errichtet wurde. Im Innern des Gebäudes dominiert der Werkstoff Beton und wird durch Holz und feuerverzinkten Stahl ergänzt. Feuerverzinkte Bauteile befinden sich in den Treppenhäusern sowie in den öffentlichen Bereichen wieder, beispielsweise als Absturzsicherungen, Handläufe sowie als funktionstrennende Elemente wie Türen, Trennwände und Rollgittertore. Die feuerverzinkten Oberflächen tragen ganz erheblich zur Raumwirkung bei, was die Jury beeindruckte./p

AFF Architekten bekamen für ihr Projekt Spore Initiative eine Anerkennung in der Kategorie Metallgestaltung. (Foto: Hans-Christian Schink)

h1Belobigung Metallgestaltung: spanspanSchattenspiel Zwenkau/span/span/h1

pstrongProjekt:/strong Schattenspiel Zwenkaubr / strongPreisträger/strong: Knoche Architekten Partnerschaftbr / strongKommentar der Jury:/strong Der Stadtplatz am Hafen in Zwenkau ist eine massiv gebaute Freifläche, die sich im Sommer stark aufheizt, da verschattete Bereiche fehlen. Durch Knoche Architekten wurde deshalb ein Kunstwerk geschaffen, das den Platz aufwertet und wartenden Menschen Schatten spendet. Es tritt mit den natürlichen Elementen des Seeufers, vor allem aber mit dem Licht und der stets bewegten Oberfläche der großen Wasserflächen in Beziehung. Das Dach der komplett feuerverzinkten Stahlkonstruktion wird durch ein unregelmäßiges Gefüge aus senkrecht angeordneten Stahlblechlamellen mit unterschiedliche Höhen und unterschiedlichen Abständen definiert./p

Das Kunstwerk Schattenspiel Zwenkau von Knoche Architekten wurde mit einer Belobigung ausgezeichnet. (Foto: Michael Moser Images)
Cookie-Einstellungen