ETS-Review und Electrification Action Plan

ETS-Review und Electrification Action Plan
Mit dem Electrification Action Plan und der Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems (ETS) hat die EU-Kommission wichtige Signale für die Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gesetzt.
- Mindestens 50 % der nationalen ETS-Einnahmen sollen in die Dekarbonisierung der Industrie fließen.
- Eine Industrial Decarbonisation Bank mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro soll aufgebaut werden.
- Die Marktstabilitätsreserve soll reformiert werden. Damit können Preisschwankungen begrenzt und die Planbarkeit von Investitionen verbessert werden.
Es bleibt jedoch offen, wie die Erlöse tatsächlich verteilt werden und ob der industrielle Mittelstand davon in ausreichendem Umfang profitieren wird. Genau hier besteht erheblicher Nachbesserungsbedarf. Der Mittelstand darf bei der Transformation nicht erneut hinter den Großindustrien zurückstehen. Dafür braucht es Förderprogramme mit einfachen Antragsverfahren, kurzen Bearbeitungszeiten und realistischen Zugangsvoraussetzungen. Mit unserem Mittelstandstransformationsfonds (MTF) haben wir hierfür bereits einen konkreten Lösungsvorschlag vorgelegt.
Die Kommission benennt selbst die größten Hemmnisse für die Elektrifizierung: zu hohe Strompreise, lange Wartezeiten bei Netzanschlüssen und unzureichende Investitionsanreize. Genau diese Punkte adressieren wir als Feuerverzinkungsindustrie seit Langem. Solange diese strukturellen Hürden nicht beseitigt werden, bleibt der Electrification Action Plan hinter seinen eigenen Zielen zurück.
Über den Bundesverband Feuerverzinken e.V.
Der Bundesverband Feuerverzinken e.V. (BVF) ist die zentrale Interessenvertretung der deutschen Feuerverzinkungsindustrie. Zu seinen Mitgliedern zählen rund 120 mittelständisch geprägte Unternehmen mit insgesamt etwa 35.000 Beschäftigten, die jährlich knapp 2 Millionen Tonnen Stahl durch Feuerverzinken vor Korrosion schützen oder als Zulieferer der Branche tätig sind. Der BVF setzt sich wirtschaftlich, technisch und politisch für die Belange der Branche ein und fördert Innovation und Nachhaltigkeit.
Ansprechpartner
Oliver Pickartz
Leiter Branchenkommunikation
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